Nikah in der Schweiz: Der komplette Ablauf
Wer in der Schweiz nach islamischem Ritus heiraten möchte, stösst schnell auf eine wichtige Unterscheidung: den Unterschied zwischen der Zivilehe nach Schweizer Recht und dem Nikah nach islamischem Recht. Beide Prozesse hängen zusammen, sind aber nicht dasselbe.
Nikah und Zivilehe: zwei getrennte Prozesse
In der Schweiz hat ausschliesslich die Zivilehe rechtliche Wirkung. Eine rein religiöse Eheschliessung, ohne vorherige oder gleichzeitige zivile Trauung beim Zivilstandsamt, wird vom Schweizer Staat nicht als Ehe anerkannt. Der Nikah selbst ist eine religiöse Zeremonie und ersetzt die Zivilehe nicht.
In der Praxis heiraten die meisten Paare deshalb zuerst zivil beim Zivilstandsamt und lassen den Nikah anschliessend von einem Imam vollziehen, oft im selben Zeitraum, manchmal am selben Tag.
Die klassischen Voraussetzungen für den Nikah
Für einen gültigen Nikah gelten unabhängig vom Wohnort bestimmte Grundvoraussetzungen: die beidseitige, freie Zustimmung von Braut und Bräutigam, die Zustimmung des Wali der Braut, zwei Zeugen sowie die Vereinbarung einer Mahr, der Brautgabe des Bräutigams an die Braut.
Der typische Ablauf in der Schweiz
Zuerst lernen sich beide Seiten in einem klaren, respektvollen Rahmen kennen, bei Liqay etwa über geprüfte Profile und ein persönliches Treffen mit Wali-Begleitung. Stimmen beide Seiten und Familien zu, folgt die zivile Trauung beim Zivilstandsamt. Der religiöse Nikah wird meist im Anschluss mit einem Imam vereinbart, häufig im kleinen Kreis mit Familie und den erforderlichen Zeugen.
Was du vorher regeln solltest
Für die Zivilehe braucht es je nach Staatsangehörigkeit bestimmte Dokumente, etwa einen Ledigkeitsnachweis, die frühzeitig beim zuständigen Zivilstandsamt angefragt werden sollten. Die Höhe der Mahr wird direkt zwischen den Familien besprochen und sollte vor dem Nikah feststehen, nicht erst am Tag der Zeremonie.
Wie Liqay dich bis zu diesem Punkt begleitet
Liqay bringt dich mit Menschen zusammen, deren Werte bereits zu deinen passen, und begleitet euch bis zur ersten persönlichen Begegnung. Alles danach, von der Zivilehe bis zum Nikah, organisiert ihr gemeinsam mit euren Familien und dem zuständigen Imam.
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